Neue Transportkisten für Jungzüchter
27 junge Kaninchenzüchterinnen und -züchter aus dem Kanton Aargau fanden sich in Gipf-Oberfrick zu einem speziellen Anlass ein. Dazu eingeladen hatte Sandra Ursprung, die Jung- und Neuzüchterbetreuerin der Abteilung Kaninchen des Aargauischen Kleintierzüchter-Verbandes (AKV).
«Junge Leute schätzen Abwechslung, deshalb wollte ich nach dem Rassenlehrkurs im vergangenen Jahr an der diesjährigen Zusammenkunft im Frühling eine neue Idee verwirklichen. Mir erschien die Herstellung von tierschutzkonformen Transportkisten als sinnvoll und nützlich», erzählte die 29-jährige Dental- und Prophylaxeassistentin aus Bözen AG. Der Umgang mit Säge oder Bohrer ist der angehenden Kaninchenexpertin zwar nicht ganz fremd, doch für die Umsetzung ihrer Idee war sie dennoch auf die Unterstützung einiger Helfer angewiesen. Diese fand sie bei Vorstandskollegen der AKV-Abteilung Kaninchen, beim KTZV Frick, Gipf-Oberfrick und ihren Klassenkameraden der aktuellen Expertenausbildungsklasse schnell. Roland Schmid (Gebr. Schmid AG - Bedachungen, Gipf-Oberfrick) stellte zudem ein geeignetes Lokal zur Verfügung, sodass die Ausschreibung vorgenommen werden konnte. «Der Eingang von 27 Anmeldungen war eine weitere positive Überraschung», erklärte Sandra Ursprung.
Aufwendige Vorarbeiten
Im Vorfeld der Zusammenkunft im Fricktal wurden die Holzbretter - je nach Grösse der Transportkiste - zugeschnitten und weitere Vorarbeiten getroffen.
Pünktlich durfte die Jung- und Neuzüchterbetreuerin den Züchternachwuchs begrüssen. Schon bald herrschte in der Werkhalle unter Anleitung von Roland Schmid und der erwachsenen Helfer ein emsiges Treiben. In Partnerarbeit wurden die bereits zugeschnittenen Wände mit Schleifpapier bearbeitet und anschliessend auf dem Boden befestigt, die Drahtgitter und Distanzlisten angebracht und der Deckel aufgesetzt. Natürlich durften die Beschläge und ein vorbereitetes Namensschild nicht fehlen. Zur Freude der jugendlichen Teilnehmer standen die einzelnen Kisten vor der Mittagspause bis auf kleine Details fertig montiert bereit.
Kreative Ideen
Nach einem gemeinsamen Bräteln und einem Kuchendessert standen am Nachmittag das Fertigstellen der Kisten und der kreative Teil des Tages auf dem Programm. Mit viel Fantasie machten sich die jungen Kaninchenzüchter an das Bemalen ihrer Transportkisten. Es war ihnen freigestellt, auf welche Art sie diese schmücken wollten. Sandra Ursprung hatte einige Schablonen vorbereitet, die auf die Seiten oder den Deckel kopiert und anschliessend ausgemalt werden konnten. Nicht alle Jungzüchter machten jedoch davon Gebrauch - einige entschieden sich spontan für eigene Kreationen und zeigten damit auch auf, dass der Kaninchenzüchternachwuchs für andere Hobbys - wie Lesen, Film oder Sport - durchaus offen ist. So entstanden Kisten mit ganz speziell gestalteten Ansichten aus Acryl-Farbe. Jede Einzelne stellte ein Unikat dar und wurde entsprechend bestaunt. Neben Pippi Langstrumpfs «Villa Kunterbunt» gab es Kisten mit aufgemalten Comic-Figuren, Tieren, Vereinsnamen oder auch Emblemen der Fussballvereine Basel und YB zu bewundern.
Die grosszügige finanzielle Unterstützung dieser Aktion durch Kleintiere Schweiz und die Abteilung Kaninchen des AKV ermöglichten den Jungzüchtern diesen erlebnisreichen Tag, der ohne Leistung eines Unkostenbeitrags angeboten werden konnte.
Bemalen bereitete Freude
«Es war wirklich eine tolle Idee, diese Kisten herzustellen. Wir konnten uns aktiv betätigen und uns dabei gemütlich unterhalten. Besonderen Spass bereitete uns das Bemalen», waren sich die jungen Kaninchenzüchter einig. Urs Zumstein aus Attelwil AG, der seine beiden Kinder begleitete, war des Lobes voll über diese Aktion: «Das Engagement der Organisatoren mit der aufwendigen Vorbereitung und der Begleitung beim Zusammensetzen der Kisten und deren Bemalung war beispielhaft!»
Freude bei den Organisatoren
Zufrieden zeigten sich auch Initiantin Sandra Ursprung und Franz Käser, Präsident der AKV-Abteilung Kaninchen. Sie schätzten den engagierten Einsatz der Jungzüchter und richteten zum Schluss einen verdienten Dank an die vielen Helfer, unter denen sich auch Ruedi Hofmann, Chef der AKV-Jung- und -Neuzüchterbetreuer, befand. Besonders schätzte Sandra Ursprung das grosse Engagement ihrer Vereinskollegen und der Expertenausbildungsklasse. Die neue AKV-Präsidentin Monika Wernli war ebenfalls vor Ort und freute sich über diese gelungene Aktion des Züchternachwuchses.
Zum abschliessenden Zvieri standen Schokoladenriegel und Brot bereit. Ein süsser Lohn für die gute Arbeit, die an diesem Tag geleistet wurde.

Emil Stöckli
Tierwelt, Nr. 22, 

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